Erdbeer-Mango-Rhabarber Marmelade

Das Marmelade-Kochen gehört bei uns zum Frühsommer, wie der Spargel zum Mai. Fixstarter in jedem Jahr ist die Marillenmarmelade: Die brauchen wir über das ganze Jahr bei sämtlichen Schokokuchen oder im Winter dann bei den Keksen auf. Aber auch Kirsch-Marmelade steht immer auf dem Programm, da wir hier den Baum meiner Tante plündern dürfen. Dieses Jahr wollte ich mal die Garten- und Walderdbeeren sowie den Rhabarber aus unserem Garten verarbeiten und hatte noch ein wenig Mango über. So ist das Rezept entstanden.

Kochzeit ca. 40 Minuten | 1 großes Glas Marmelade

Zutaten | Ihr braucht

  • Eine Handvoll Erdbeeren
  • 1-2 Stangen frischen Rhabarber
  • 1/4 Mango
  • 4-6 EL 3:1 Gelierzucker
  • 1/2 Zitrone
  • 1 Schuss Rotwein- oder Beerenlikör
  • Butter

Zubereitung | Ihr seid dran

Zuerst müsst ihr die Früchte vorbereiten: Erdbeeren waschen und evtl. ausschneiden, Mango schälen und zerkleinern, Rhabarber schälen und in ca 1cm große Stücke schneiden.

Dann müssen wir den Rhabarber kurz blanchieren, dass die Oxalsäure raus geht. Dazu einfach einen kleinen Topf mit Wasser zum Kochen bringen, 1-2 EL Zucker dazu gehen (dann nimmt man ein bisschen von der Säure weg) und den Rhabarber wenige Minuten abkochen. Danach das Wasser abgießen.

Achtung: Beim Blanchieren müsst ihr aufpassen, dass der Rhabarber nicht zu weich wird.

Jetzt die Früchte zusammen in den kleinen Topf geben, mit ein wenig Butter kurz „anbraten“ und alles pürieren. Danach den Gelierzucker unterrühren und die Masse einige Minuten kochen. Sobald die Marmelade zum Gelieren anfängt, den Schuss Likör und den Zitronensaft unterrühren.

Tipp: Ihr seht, dass die Marmelade zum Gelieren anfängt, wenn ihr mit einem kleinen Löfferl ein wenig Marmelade auf einen kalten Teller streicht und es nach ca. 30 Sek nicht mehr verrinnt. Bei Bedarf sonst einfach noch ein bisschen was von dem Gelierzucker hinzufügen.

Noch einmal kurz aufkochen und dann geht es schon ans Abfüllen. Hier ein paar Tipps zum Abfüllen, die ich von meiner Mum gelernt habe 🙂

  • Wenn ihr ein Glas abfüllt, stellt immer einen Metall-Löffel in das jeweilige Glas, dann zerreißt es das Glas bei der heißen Marmelade nicht. Sobald das Glas voll ist (bis ein paar Millimeter unter den Rand), könnt ihr den Löffel wieder raus ziehen.
  • Schaut immer, dass der Rand beim Verschluss sauber ist, sonst fängt die Marmelade zum Schimmeln an, weil das Glas nicht ganz abschließen kann. Falls ihr den Rand angepatzt habt, einfach mit einem sauberen feuchten Tuch abwischen.
  • Das Glas immer gleich nach dem Füllen fest verschließen und unter ein paar Küchentücher stellen, damit es länger warm bleibt und luftdicht abschließt. Manche schwören auch darauf, das Glas auf den Kopf zu stellen, wir machen das eigentlich nicht
  • Wenn ihr mehr als 1-2 Gläser füllt, dann müsst ihr die noch nicht eingefüllte Marmelade zwischendurch immer wieder umrühren, damit sie nicht auf der Oberfläche geliert.

Das war es eigentlich schon. Am besten schmeckt die Marmelade auf ofenfrischen Semmeln oder Brotscheiben mit ein wenig Butter oder aber auch in leckeren Palatschinken. Hier findet ihr mein Rezept: Eispalatschinken mit gebratener Ananas (Statt Eis einfach mit ein wenig Marmelade füllen)

Und selbst gemachte Marmelade wertet den Frühstückstisch auf jeden Fall auf und ist auch ein tolles Geschenk 🙂

Im Grunde wird Marmelade eigentlich immer gleich gemacht, ihr könnt es also mit jeder Art von Früchten ausprobieren – lediglich der Alkohol (z.B. bei Kirschen nehme ich einen winzigen Schuss Kirschwasser) und die Menge an Zucker und Zitrone verändert sich 😉 Also probiert es gerne auch mit anderen Früchten aus! Was ist denn eure Lieblingsmarmelade?

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